5 Mythen über die Mehrsprachige Erziehung

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Mein erstes Video ist online! Ich begebe mich aus meiner Komfortzone!

Alte Pfade verlassen und neue Küsten entdecken. Das tun nun auch immer mehr Familien. Sie lösen sich von alten Glaubenssätzen, stellen ihren Lebensrahmen in Frage und beginnen neue Wege zu gehen.

Oft führt dieser Weg sie temporär oder auch langfristig ins Ausland. So ist es auch in meiner Familie laut meinem heutigen Kenntnisstand nun seit über sieben Generationen hinweg. Sie/Wir beweg(t)en sich/uns innerhalb Europas und auch zwischen den Kontinenten.

Ich selbst bin zwischen zwei Kulturen aufgewachsen und letztlich mit zwei Sprachen. Im Laufe der Zeit kamen einige weitere Sprachen dazu. Eine davon betrachte ich heute als eine weitere Muttersprache. Sie ist die Sprache meiner Kinder, die nun ebenfalls zwischen drei Kontinente, in verschiedenen Kulturen und mehrsprachig aufwachsen.

Zum Thema Mehrsprachigkeit werden mir oft viele Fragen gestellt. Einige Menschen haben dazu ganz konkrete Bilder im Kopf und sind teilweise verblüfft, wenn sie uns kennen lernen.

Es gibt unglaublich viele Vorurteile über Mehrsprachigkeit, aber auch darüber wie eine mehrsprachige Erziehung aussehen muss. Nun, da fängt bei mir ja bereits das „Problem“ an: Ich lebe in Beziehung und nicht mit Erziehung! 😉

Mehrsprachig aufwachsen ohne Erziehung und Zwänge? Geht das?

Und ist OPOL notwendig oder gar unabdingbar?

Was mache ich, wenn mein Kind die Sprachen vermischt?

Auf diese Fragen und einige mehr verrate ich dir im Video die Antwort und räume mit 5 Mythen über die mehrsprachige Erziehung auf!

Ich wünsche euch viel Spaß beim Schauen! Lasst euch nicht vom Meeresrauschen irritieren, sondern begebt euch ein wenig in meiner Welt und genießt das tropische Ambiente und das lebendige Treiben der fröhlichen Menschen im Hintergrund…

Ich freue mich über den Austausch mit euch! Teilen & liken wie immer erwünscht und erlaubt!

 

 

Aida S. de Rodriguez

About The Author

Aida S. de Rodriguez

Aida ist Mutter eines Zwillingspärchens und eines ein Jahr jüngeren Sohnes. Ihre Kinder wachsen interkulturell, mehrsprachig sowie bedürfnisorientiert auf. Als Coach, Beraterin und Trainerin begleitet sie Menschen rund um die Themen Unerzogen, Selbstwirksamkeit, Transformationsprozesse und Diversity. Ihre Vision ist ein gleichwürdiges Miteinander aller Menschen. Dafür setzt sie sich für die Rechte von Kindern auf gewaltfreien Umgang sowie auf ein selbstbestimmtes Leben und Lernen ein.

4 Comments

  • Jana

    Reply Reply 29. April 2016

    Querida Aida, danke für dieses interessante entspannende Video!
    In unserer Familie sprechen wir deutsch und portugiesisch. Zunächst streng getrennt, doch mit dem größer werdenden Wortschatz meines Kindes beginnen sich die Sprachen etwas zu vermischen. Ich habe mich gefragt, wie wir damit umgehen und bin zum gleichen Entschluss gekommen: es kommen die Worte heraus, die gerade passen und mit denen wir uns am wohlsten fühlen. Manche Begriffe sind einzigartig und nicht zu übersetzen.
    Ich finde es unglaublich spannend, wie unser Kind experimentiert und schon sehr früh erkennt, um welche Sprache es sich in einer Unterhaltung handelt. Welche Worte es für sich wählt usw.
    Ich erlebe auch Familien, in denen die Kinder sich sehr lange nur schwer ausdrücken können oder lange sehr undeutlich sprechen. Tatsächlich sind das auch Familien, in denen die Sprachen von Beginn an vermischt werden und zum Teil nicht muttersprachlich beherrscht. Ohne das bewerten zu wollen, stelle ich mir die Frage, woran das liegt. Dabei fällt mir auf, dass es tatsächlich auch für die Sprachentwicklung, wie für alles andere, sehr wichtig ist respektvolle wertschätzende Beziehungen zu leben…
    Alles Liebe, abraço Jana

    • Aida S. de Rodriguez

      Reply Reply 3. Mai 2016

      Hallo Jana, vielen Dank für dein Feedback! 🙂

      „Ich finde es unglaublich spannend, wie unser Kind experimentiert“ Ja, ganz genau darum geht es! Menschen lernen durch erfahren und erleben. Kinder sind da noch ganz unbefangen und machen uns es vor. Wir können eine Menge von ihnen lernen!

      Zu deiner Frage hätte ich ein Paar Fragen: Was bedeutet ziemlich lange? Was bedeutet undeutlich? Und welche Sprache wird von wem nicht muttersprachlich beherrscht?

      Wir Menschen haben die Fähigkeit uns vom ersten Moment an verständlich zu machen und zu kommunizieren. Kommunikation findet immer statt. Der Spracherwerb hingegen geschieht idR irgendwann zwischen dem ersten und dem 3 Lebensjahr. Dann beginnen die meisten Kinder erste definierbare Wörter zu sprechen. Sind sie von verschiedenen semantischen Einflüsse umgeben, so kann es für Außenstehende so wirken als ob das Kind noch keine „richtigen“ Wörter von sich gibt und eben undeutlich spricht.

      Wir Menschen sind so intelligent unsere Kommunikation auf unser Gegenüber einstellen zu können. Und für Kinder spielen hier ihre Bezugspersonen eben die entscheidende Rolle. Also Verbindung. Beziehung. Und ja, wenn mein Gegenüber, in unserem Fall zB ich als Mutter, die Sprachen mischt, so lernt mein Kind, dass dieser Code eben in Ordnung ist, um zu kommunizieren. Und wahrscheinlich wird das Kind es auch so übernehmen. Bis es eben die kognitive Reife hat zu unterscheiden, dass es sich um unterschiedliche Codes handelt oder aber ebenfalls mit Menschen in Beziehung steht, die nur eine dieser Sprachen spricht.

      Es gibt zahlreiche Faktoren, die den Spracherwerb beim Kleinkind beeinflussen. Die Mehrsprachigkeit ist nur eines davon.

      Liebe Grüße Aida

  • Claudia Dannemann

    Reply Reply 29. April 2016

    Aida, querida,

    ich bin stolz auf dich! So empfinde ich die Mehrsprachigkeit auch. Für mich Mehrsprachigkeit ist keine Mathematik die sich mit Formeln ausdrücken lässt.

    Super Video!

    LG
    Claudia

    • Aida S. de Rodriguez

      Reply Reply 3. Mai 2016

      Vielen Dank für deine tolle Rückmeldung, liebe Claudia! <3

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