Erziehung ist Gewalt! – Warum es keine Graduierungen gibt

Like a shag on a rock. Poor depressed hopeless girl folding her legs and sitting on the window sill while feeling unhappy

„Ich erziehe meine Kinder nicht, denn ich halte Erziehung für Gewalt.“ Eine Aussage, die irritiert, verunsichert und teilweise – offenbar auch – als persönlicher Angriff oder Beweis fehlender Empathie meinerseits gegenüber Eltern und ihren Herausforderungen verstanden wird. Einige Eltern fühlen sich durch die Klarheit meiner Haltung und Aussagen regelrecht verurteilt. Da hilft mein Verweis darauf, dass ich selber Mutter bin, selbst immer wieder in erzieherische Muster verfalle und keine Menschen verurteile, sondern bestimmte Verhaltensweisen und Praktiken, recht wenig.

Wie kommt es dazu, dass sich Menschen durch unerzogen so angegangen fühlen? Wie lässt es sich verhindern? Warum halten so viele am Erziehungsbegriff fest und warum ist es mir so wichtig, mich davon zu distanzieren? 

Diese Fragen trieben mich in den letzten Tagen ein wenig um, vor allem aber auch die Frage danach, wie ich unerzogen für Außenstehende verständlicher und zugänglicher machen kann. Die in den letzten Wochen zu lesende Interpretationsvielfalt und die verschiedenen Statements waren zwar durchaus irritierend und kurios, letztlich aber ein wichtiger und dankbarer Hinweis auf mögliche Probleme und Handlungsfelder in der Kommunikation.

Viele Missverständnisse entstehen, so meine Vermutung, weil unerzogen eine Haltung ist und somit nicht greifbar, ohne bewusste Auseinandersetzung, Selbstreflexion und Öffnung der unerzogenen Haltung gegenüber. Es ist keine Theorie, die ich mir anlesen kann und auch keine Methode, die man einübt. Es ist ebenfalls kein Konzept, welches ein bestimmtes Ziel verfolgt, sondern eine Lebenseinstellung und eine Einstellung gegenüber den Menschen selbst. Keine To-Do-Liste, die ich nur abzuarbeiten brauche, die mich anschließend zur Supermutter deklariert und mit einem perfekten Kind honoriert. Wir reden von einem lebenslangen Lernprozess, der gelebt und erfahren werden will. Es braucht Zeit, Ausdauer und nicht selten professionelle Begleitung. Unerzogen ist innere Arbeit, die ihren Ausdruck auch im Außen findet.

Unerzogen bedeutet die Abwesenheit von Erziehung und das wiederum bedingt die Definition dessen, was als Erziehung verstanden wird: Erziehung wird im Rahmen von unerzogen verstanden als die bewusste Formung eines Menschen, in eine von jemand anderem als das Selbst für richtig befundene Richtung. Genau das bezeichne ich als Gewalt, denn „Ich will sein dürfen, wer ich bin und nicht die Kreation der Gesellschaft, meiner Eltern oder Pädagogen“.

Um sich der Illusion hinzugeben, einen Menschen nach der eigenen Vorstellung kreieren zu können und um Erziehungsziele zu erreichen, bedienen sich – nach dieser Definition – erziehende Personen erzieherischer Maßnahmen, die ihrerseits ebenfalls als gewaltvoll zu betrachten sind und den Missbrauch von Macht darstellen. Dazu gehören zum Beispiel Drohungen, Erpressungen, Strafen, Manipulation, Adultismus, Fremdbestimmung, die Setzung willkürlicher Grenzen, aber auch das bewusste Ignorieren von Kindern. Körperliche, emotionale sowie seelische Gewalt gehören selbstverständlich auch in diese Kategorie.

Letztere werden in der Regel gesamtgesellschaftlich als Gewalt verstanden, da es auch entsprechend gesetzlich verankert ist, während erstere oft scheinbar so subtil daherkommen, dass sie ohne entsprechende Sensibilisierung nicht als Gewalt erkannt werden. Schlimmer noch, wir halten ihren Einsatz für selbstverständlich und oft für unabdingbar, wie einst die Prügelstrafe auch.

Nicht nur in Anbetracht dessen, dass Kinder per Gesetzt erst seit dem 21. Jahrhundert vor körperlicher Züchtigung „geschützt“ sind, ist das fehlende Bewusstsein für die alltägliche erzieherische und strukturelle Gewalt fatal. Nein, es gibt mittlerweile zahlreiche Studien und ausreichend Fachliteratur, die die schädlichen Auswirkungen für die kindliche Entwicklung belegen und aufzeigen sowie welchen Raum dies letztlich im Leben eines erwachsenen Menschen einnehmen kann. Der individuelle Schaden, aber auch der Schaden auf der Beziehungsebene zur Bindungsperson sowie ebenfalls der gesamtgesellschaftliche Schaden sind enorm.

Das Argument, der Gewaltbegriff würde dadurch verwässern, grenzt in Anbetracht dessen an Absurdität und erinnert mich an die oft anzutreffende Rechtfertigung des berühmten Klaps auf den Po. Es wäre ja schließlich viel schlimmer, würde man das Kind verprügeln. Klar, es wäre auch viel schlimmer, würde man das Kind gleich umbringen. Dadurch verringert sich aber die schädliche Auswirkung der anderen Gewalttaten nicht. Unter Gewalt sind alle einwirkenden Kräfte, Maßnahmen, Vorgänge und Handlungen zu verstehen, die den Menschen verändern, beeinflussen und schädigen.

Als ich vergangene Woche mit meinem Sohn beim Kinderarzt war, wurde ich Zeugin einer alltäglichen Situation, die erzieherische Gewalt in ihrer Wucht und Subtilität gut verdeutlicht. Mit uns im Wartezimmer befand sich eine junge Familie mit zwei Kindern. Ein Säugling und ein Kleinkind. Sie gingen in den Behandlungsraum und das Kleinkind weinte, als sie wieder in den Warteraum zurück kamen. Offenbar wurde geimpft. Es ließ sich schnell von den spannenden Spielmöglichkeiten im Raum ablenken und spielte ausgelassen. Wenig später kam auch das andere Elternteil mit dem Säugling zurück. Folgender Monolog fand dann in etwa statt:

„Schatz, wir können gehen!“ sagte die Mutter, erhielt aber keine Reaktion des Kindes.

„Komm, wenn wir jetzt los gehen, kannst du noch gemütlich im Kinderwagen schlafen!“ Das Kind ließ sich auch davon nicht überzeugen.

„Ich will jetzt gehen! Dann schaffe ich heute noch etwas zu erledigen. Komm jetzt!“ Das Kind spielte gemütlich weiter.

„Na gut, wenn du nicht kommen willst, dann gehe ich eben ohne dich!Das Kind hielt einen Augenblick inne, schaute ihre Mutter an und spielte anschließend weiter.

„Wie du meinst, dann musst du eben dann alleine in den Behandlungsraum und der Doktor piekst dich wieder…“ Sofort begann das Kleinkind, panisch zu weinen und sprang ihrer nun zufriedenen Mutter entgegen.

„Na siehste! Beim nächstem Mal kommst du bitte gleich, ja, mein Schatz?!“ Und sie gingen davon…

Das Kind wurde nicht geschlagen, nicht einmal angefasst. Es wurde nicht beschimpft oder angeschrien. Im Gegenteil, die Stimme der Mutter war sehr sanft. Dennoch ist die ausgeübte Gewalt deutlich erkennbar. Das Kind wurde erpresst, bedroht, geängstigt und manipuliert. Schlimmer noch, es wurde für all das auch noch verantwortlich gemacht.

Die zugrunde liegende Definition von Erziehung und das Verständnis darüber, was Gewalt ist, bildet die Basis für eine erfolgreiche Kommunikation und die Auseinandersetzung mit unerzogen. Diese Definition beruht nicht nur auf meiner persönlichen Meinung oder der, der BegründerInnen des Begriffes unerzogen, sondern ist wissenschaftlich sowie historisch fundiert – siehe hierzu zum Beispiel Alice Miller, Ekkehard von Braunmühl oder Alfie Kohn – und deckt sich mit dem Erleben erfahrener Familientherapeuten/innen, Psychologen/innen, renommierter Hirnforscher und Kinderärzte sowie Pädagogen/innen, sie deckt sich aber auch mit meiner alltäglichen Erfahrung als Mitglied dieser Gesellschaft, als Mutter dreier Kinder sowie in meiner Arbeit als Coach, Beraterin und Trainerin.

Es ist mir dennoch bewusst und im Austausch mit anderen Eltern und Pädagogen nicht entgangen, dass zahlreiche andere Definitionen, Konnotationen und Verständnisse darüber existieren, was Erziehung bedeutet. Schließlich sitze ich derzeit am pädagogischen Konzept für unsere Schulgründungsinitiative und habe dazu gefühlt an die 100 Bücher und pädagogische Ausrichtungen studiert. Gerade deshalb ist eine Definition des Erziehungsbegriffs als Kommunikationsgrundlage unerlässlich.

Womöglich existiert sogar ein gemeinsames Verständnis darüber, wie der respektvolle und gleichwürdige Umgang mit Kindern aussehen sollte. Dann können wir die Diskussion um den Begriff an sich führen oder aber es gibt tatsächlich inhaltliche Diskrepanzen im Umgang mit Menschen und wir können und sollten unseren Fokus auf diese Auseinandersetzung legen.

Warum ist es mir also wichtig, mich nicht nur im Hinblick auf den konkreten Umgang mit Kindern zu positionieren und auszutauschen, sondern auch anhand der Begrifflichkeit und Bezeichnung meine Haltung zu verdeutlichen?

Es gibt für mich im Hinblick auf meine Abgrenzung zum Erziehungsbegriff zwei entscheidende Fragen:

  1. Wenn Erziehung die Beziehung zum Kind beschreibt, warum nennt es sich nicht Beziehung? Wofür ist hier eine Differenzierung notwendig, welche wir ansonsten nur in Bezug auf Tiere hinsichtlich ihrer Dressur antreffen?
  2. Wenn jede Art der Einflussnahme als Erziehung verstanden wird, warum benötige ich a) überhaupt einen weiteren Begriff und b) verwende diesen nicht in Bezug auf meine Einflussnahme gegenüber anderen Menschengruppen?

Zeigt sich nicht hier bereits ein Gefälle? Ist es nicht sogar strukturelle Diskriminierung und somit ebenfalls Gewalt?

Unerzogen bedeutet auf Erziehung zu verzichten. Weil Erziehung, so wie oben definiert, als Gewalt zu betrachten ist. Die begriffliche Abgrenzung regt zur Reflexion an und schafft Bewusstsein. Adjektive, die Erziehung graduieren und einordnen, reichen in meinen Augen nicht aus, denn der gemeinsame Nenner bleibt Erziehung. Nicht Beziehung. Nicht Einflussnahme. Selbiges gilt für Gewalt, denn: Gewalt ist Gewalt und bleibt Gewalt. Auch dann, wenn wir sie Erziehung nennen.

Saluditos & Axé

Aida S. de Rodriguez

 

Wie ist Verbindung zwischen erziehenden und nicht erziehenden Eltern dennoch möglich und gibt es vielleicht sogar Gemeinsamkeiten? Dieser Frage gehe ich im zweiten Teil dieser Serie nach. Du willst über das Erscheinen des Artikels informiert werden? Dann abonniere meinen Newsletter, trage dich für eine kostenlose Inspiration ein und like meine Facebook-Seite!

About The Author

Aida S. de Rodriguez

Aida ist Mutter eines Zwillingspärchens und eines ein Jahr jüngeren Sohnes. Ihre Kinder wachsen interkulturell, mehrsprachig sowie bedürfnisorientiert auf. Als Coach, Beraterin und Trainerin begleitet sie Menschen rund um die Themen Unerzogen, Selbstwirksamkeit, Transformationsprozesse und Diversity. Ihre Vision ist ein gleichwürdiges Miteinander aller Menschen. Dafür setzt sie sich für die Rechte von Kindern auf gewaltfreien Umgang sowie auf ein selbstbestimmtes Leben und Lernen ein.

14 Comments

  • Ruth

    Reply Reply 4. August 2016

    Vielen Dank für diesen Text! Auch ich möchte, dass mein Kind so ist und so bleiben darf wie es ist. Es ist weder sein Vater noch seine Mutter, sondern ein eigener Mensch. Genau deshalb menschelt es aber immer wieder in der Beziehung zwischen Eltern und Kind. Deshalb muss man bei jeder Situation individuell entscheiden und auf beiden Seiten immer wieder neu lernen. Allerdings würde mich ja schon interessieren, wie Sie selbst die Situation im Wartezimmer gelöst hätten. Natürlich ist die Androhung von Schmerz (und nichts anderes wäre eine neue Impfung) Gewalt. Aber was mache ich denn nun als Mutter, wenn ich mehrfach darum gebeten habe, dass wir nun gehen müssen und das Kind nicht kooperiert. Bei einem Erwachsenen würde ich tatsächlich irgendwann gehen, weil ich es als grob unhöflich empfände, wenn meine Bitten so ungehört verhallen. Mir ist klar, dass das Kind weder unhöflich sein will noch alleine gelassen werden darf. Aber was mache ich, wenn das Kind auch nach z.B. einer Viertelstunde Wartezeit nicht reagieren will und ich aber wirklich dringend weg muss? Wie soll das num aufgelöst werden, ohne z.B. zu manipulieren?

    • Aida S. de Rodriguez

      Reply Reply 4. August 2016

      Liebe Ruth, ich sehe hier verschiedene Dinge:

      1. Bitte nicht, wenn keine Bitte gemeint ist. Eine Bitte ist eine Bitte und kann verneint werden.

      2. Du willst also nicht bitten, sondern bestimmen. Ob du das Kind nun wegträgst oder etwas anderes tust, um das erwünschte Verhalten herbeizuführen, es ist Gewalt. Sei dir dessen also bewusst! Das verändert deine Haltung! Vor allem aber kannst du so deinem Kind seinen legitimen Frust darüber lassen und es trösten und begleiten. Schlimmer noch als fremdbestimmt zu werden, ist die dadurch entstandenen Gefühle nicht äußern zu dürfen! Also behalte die Verantwortung bei dir!
      Bei drei kleinen Kindern ist das ein häufiges Szenario.

      3. Das Zauberwort nennt sich hier Respekt. Darin enthalten sind zwei Dinge: Berücksichtigung und Rücksichtnahme. Berücksichtige das Alter, die Entwicklung und die bereits geleistet Kooperation vom Kind. So ein Arztbesuch ist Stress! Nimm also darauf Rücksicht und plane entsprechend mehr Zeit ein.

      4. Kreativität. Was könnte draußen spannender sein als drinnen? Wie ließen sich beide Bedürfnisse „unden“? „Hey Schatz, ich muss dringend einkaufen und kochen, sonst wird das Essen nicht rechtzeitig fertig. Magst du mir dabei helfen?“

      5. Beziehe das Kind in die Entscheidungsfindung mit ein: „Du, ich mag gehen. Sehe aber, dass du noch bleiben magst. Wir könnten vielleicht xyz tun. Hast du eine andere Idee?“

      6. Schaue immer hinter dem Bedürfnis hinter dem verhalten: Warum kann mein Kind gerade nicht kooperieren? Was braucht es, wie sorgt es für sich und welche Alternativen kann ich als Strategie dazu anbieten?

      Alles Liebe
      Aida

      • Angela

        Reply Reply 17. September 2016

        Punkt 4 ist aber auch wieder eine Frage, bei der man – ähnlich wie bei einer Bitte – mit einem „nein“ rechnen muss, oder..?

        • Aida S. de Rodriguez

          Reply Reply 18. September 2016

          Klar, es sind lediglich Vorschläge.

          Es geht ja auch nicht darum seine Ziele durchzusetzen und dabei einfach nur irgendwie „liebevoller“ zu sein, sondern darum mit einem anderen Menschen in Beziehung zu treten, Rücksicht zu nehmen und der eigenen Verantwortung bewusst zu werden.

  • Andrea B.

    Reply Reply 4. August 2016

    Liebe Aida

    Ich habe auch drei Kinder (16,4 und 2)
    Im Laufe meiner Entwicklung als Mamma ist wahnsinnig viel passiert und ich stehe heute da und spühre mit allen Fasern meiner Selbst, wie richtig „unerzogen“ für uns ist. Auch ich falle immer wieder in alte Muster und somit sind mir Spot und Hohn schon garantiert. „Aber deine Grosse ist doch super geraten, warum willst du denn etwas ändern? Schau sie dir an.“
    Ja, das ist sie. Ein zufriedener, selbstbewusster Teenie, der seinen Weg geht. Und doch: Es geht liebevoller, auf Augenhöhe, ohne die Momente im Bett, wenn alle schlafen, wo dir die Bestrafung des Tages durch den Kopf geht, dich endlos traurig macht und du dir einredest:“Es musste einfach sein. So macht man das. Sei konsequent.“
    Danke dass ich in Deinen Worten immer wieder meine Gefühle lesen darf ❤️

    • Aida S. de Rodriguez

      Reply Reply 18. September 2016

      Vielen Dank, liebe Andrea, für diesen berührenden Einblick und fürs
      Feedback. Ich freue mich Impulse setzen zu können. <3

  • Nicolay

    Reply Reply 4. August 2016

    Hallo Aida,
    danke das Du das Thema angehst. Alles was ein Kind/Mensch gegen seinen eigen Willen tun „muss“, ist erstmal Gewalt. Unserer Gesellschaft hat tausende Regeln, in denen auch viele Eltern gefangen sind, sodass es unwahrscheinlich ist, dass ein Kind ohne Gewalt aufwachsen kann. Vereinbarungen schliessen im Konsens ist das Ziel das ich in meinen Familien Coachings vermittle, und die Kinder/junge Menschen sind 100% gleichberechtigt bei allen Anliegen die Sie betreffen. Dies sachgerecht angewendet reduziert Entscheidungen um über die Hälfte die zuvor als Forderungen durchgedrückt wurden. Doch es bleiben Entscheidungen die Eltern einfordern von ihren Kindern/jungen Menschen. Wichtig erscheint mir, dass die Eltern dann aber ich 100% dazu stehen und nicht mit inneren Konflikten da durch eiern, dass versichert junge Menschen sehr.
    „Das will ich von Dir genau so und wenn Du es nicht tust, dann bestrafe ich Dich. Oder anders rum „das will ich von Dir genau und wenn du es genau so tust dann belohne ich Dich. PUNKT.
    Das entlasse viele Eltern in ihrem mentalen emotionalen Konflikt, zu ihren Entscheidungen zu stehen. LG Nicolay

  • Dorothee

    Reply Reply 4. August 2016

    Danke für Ihre hilfreichen Texte für einen besseren Umgang mit Kindern. Eine Frage bedraengt mich sehr: Ich haenge immer noch in meinen eigenen negativen Kindheitserfahrungen, die mir nur nach und nach bewusst werden, wenn ich Ihre Gedanken hier lese. Was koennen Sie empfehlen, dass ich erstmal meine eigenen Traumata aufarbeiten kann ? Danke.

  • Lars

    Reply Reply 5. August 2016

    mal wieder ein schöner Artikel von Dir, Aida
    .jedoch frage ich mich, ob diese Definition nicht zu weit geht:
    „Gewalt sind alle einwirkende Kräfte, Maßnahmen, Vorgänge und Handlungen, die den Menschen verändern, beeinflussen und schädigen.“
    – bedenkt man, dass jede Art von Interaktion „verändert“ und „beeinflusst“
    .vielen Dank auch auf diesem Weg für die vielen bisherigen inspirierenden Artikel!

    • Angela

      Reply Reply 17. September 2016

      Genau das ist der Punkt, bei dem ich mich auch immer frage, wie der zu verstehen ist – denn wenn ich einen Menschen keinesfalls irgendwie beeinflussen und verändern will, dann darf ich auch gar nicht mit ihm interagieren! Oder?

  • Stephanie

    Reply Reply 5. August 2016

    Hallo sehr toller Artikel!

    Wir befinden und mit unserer einjährigen am Anfang der Problematik und mein Mann möchte gerne strikter regeln verallem wenn sie was nicht darf.
    Für mich ist das schwer ich stehe dazwischen was sie wirklich nicht darf ist alles was gefährlich ist und da versuche ich dann zu trösten.
    Können Sie uns Literatur empfehlen? Perfekt wären auch hörbücher oder DVD s da ich glaube meinen Mann und die Schwiegereltern eher dran zu bekommen.
    Danke
    Steffi

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